Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit…
Was uns wichtig ist
Wir gehen davon aus, dass die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frau und Mann und die gesellschaftliche Rolle der Frau auch zu geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Wegen in eine Sucht führen.
Für viele Frauen ist es hilfreich, erste Schritte aus der Abhängigkeit im Zusammenleben und in der gemeinsamen Arbeit mit anderen Frauen zu machen. In einer wohlwollenden, offenen und tragenden Atmosphäre wollen wir Sie darin bestärken, neue Dinge zu erproben, sich selbst mit Ihren Stärken, Schwächen und Fähigkeiten zu erleben und anzunehmen und ein positives weibliches Selbstbild zu entwerfen.
Wir schreiben keine Ansprüche vor, sondern holen Sie dort ab, wo Sie in Ihrem persönlichen lebenswerten Frauenbild stehen und begleiten Sie bei der Weiterentwicklung.
So unterschiedlich die Wege in die Abhängigkeit sind, so verschieden können die Ziele für die Therapie sein. Wir möchten mit Ihnen gemeinsam herausfinden, welche Ziele Sie erreichen wollen und wie wir Sie dabei unterstützen können.
Ein wichtiges Ziel ist die Entscheidung für ein suchtmittelfreies Leben. Oft verbindet sich damit eine befriedigende berufliche Perspektive, die Unabhängigkeit ermöglicht. Auch die Verbesserung der körperlichen Gesundheit, das Sich-Wohlfühlen und der Aufbau von vertrauensvollen Beziehungen zu anderen Menschen sind wichtig.
Wir wollen Sie unterstützen:
- bei der Suche nach einem befriedigenden suchtmittelfreien Lebensweg
- in Ihren Fähigkeiten und Stärken
- bei der Auseinandersetzung und Bewältigung von aktuellen und vergangenen Schwierigkeiten und Belastungen
- bei der Bewältigung von Krisen
- beim Aufbau vertrauensvoller Beziehungen
- bei der Wiederherstellung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit und der Entwicklung einer beruflichen Perspektive
- bei der Entwicklung eines selbstbestimmten und sinnorientierten Lebens
- bei einer abwechslungsreichen Freizeitgestaltung
- bei der Klärung Ihrer finanziellen und rechtlichen Situation
Therapiedauer
Die Entwicklung einer Suchterkrankung ist ein langer Prozess. Dementsprechend braucht auch jede suchtkranke Frau für den Prozess der Gesundung ihre Zeit.
In Abhängigkeit von medizinischen und psychosozialen Kriterien bieten wir unterschiedliche Behandlungszeiträume an:
Langzeittherapie (16 Wochen)
Sie empfiehlt sich, wenn die körperlichen und/oder psychosozialen Folgen der Abhängigkeit ausgeprägt sind. Sie ist auch geeignet für Frauen, die im Alltag keine Abstinenz erreichen oder bei denen das Umfeld nicht genügend Unterstützung bietet.
Kurzzeittherapie/Kombinationstherapie (8/6 Wochen)
Sie empfiehlt sich, wenn eine ambulante Therapie für einen dauerhaften Behandlungserfolg nicht ausreicht. Sie ist geeignet für Frauen, die sozial und beruflich integriert sind und wiederholt längere Phasen der Abstinenz halten konnten.
Bei der Kombinationstherapie schließt sich an den sechswöchigen stationären Aufenthalt eine im Voraus geplante halbjährige ambulante Behandlung an, was sich bei kurzzeitigem stationären Aufenthalt in der Regel als sinnvoll und notwenig erweist.
Festigungs- und Auffangbehandlung (6 bis 8 Wochen)
Sie empfiehlt sich, wenn nach einer Therapie eine akute Krise besteht, die Abstinenz gefährdet ist oder eine Frau rückfällig wurde.
